Christa & Heinz
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Bilder unserer Reisen: http://picasaweb.google.de/astleithner

Jänner 2008:
Südafrika: Eine Welt in einem Land

  

Südafrika ist mehr als 14-mal so groß wie Österreich. Die Landschaften sind auf Grund dieser Ausdehnung außerordentlich vielfältig. Diese WELT IN EINEM LAND reflektiert sich auch in der Vielfalt der Bewohner. Die Völker der Schwarzafrikaner mit jeweils eigenen Sprachen, Inder, und andere asiatische Einwanderer, sowie Weiße bilden ein Bevölkerungskonglomerat. 

Südafrika wir kommen: am 10.Jänner um 7:30 Uhr startet  unsere KLM Maschine von Wien nach Amsterdam. Pünktlich um 9:45 Uhr ist der Abflug nach Kapstadt: Nach einem angenehmen und ruhigem 12 Std. Flug begrüßt uns Kapstadt mit einem Lichtermeer. Die Zollabfertigung geht rasch und problemlos, das Taxi steht auch schon bereit und bringt uns  in unser Hotel am Buntry Bay.  

Nach einem ausgezeichneten Frühstück, mit den köstlichsten Südfrüchten, sind wir schon sehr neugierig auf Kapstadt. Der Tafelberg zeigt sich von der schönsten Seite – ohne seiner berühmten Tischdecke -  also nichts wie hinauf. Mit der Seilbahn geht es bequem auf den Berg. Die Aussicht auf die  fantastisch gelegene Stadt mit den faszinierenden  Meeresbuchten ist beeindruckend. Nur eines haben wir übersehen – Sonnenschutz –  ein starker  Sonnenbrand war unaufhaltsam. Auf dem Tafelberg herrscht eine einzigartige Pflanzenvielfalt mit 1400 Pflanzenarten. Auch die Dazzies sind hier anzutreffen, nicht zu glauben sie stammen von den Elefanten ab. Die Kapstadtbesichtigung führt  uns weider zum Castle of Good Hope,  ein Spaziergang durch den Greemarket Square, durch den Companys Garden und zu guter Letzt stärken wir uns in einem gemütlichen Lokal an der Waterfront. 

Kapstadt ohne Weintour – unmöglich – und das ist gut so. Die Weingüter erreicht man auf einer Fahrt durch die landschaftlich reizvolle Weingegend. Der Weinanbau begann 1652,  die Weingüter bestechen in ihrem kapholländischen Stil. Natürlich lassen wir die Gelegenheit nicht aus die hervorragenden Weine zu verkosten. Das Picknick im Weingut Boschendal lässt auch keine Wünsche offen. 

Der Höhepunkt des dritten Tages ist eine  Kaprundfahrt über die berühmte Küstenstraße Chapman’s Peak - mit fotogenen Aussichten  – zum Kap der guten Hoffnung.  Es ist kaum zu  glauben, in Afrika, hier an der Küste leben Pinguine. In einer Straußenfarm lassen wir uns eine kalte Platte mit Straußenfleisch und  Mangochutney  schmecken, fantastisch.

Autoübernahme: die Spannung steigt, wir übernehmen unser Wohnmobil.  Die Übernahme geht rasch und die deutsche Einweisung  ist auch sehr von Vorteil. Hurra wir fahren, zuerst natürlich in das nahe gelegene Einkaufszentrum. Bei der ersten Kreuzung stirbt uns der Motor ab, das links schalten ist doch nicht so einfach aber wir sind sehr zuversichtlich. Auf dem Supermarktparkplatz kommt plötzlich Unsicherheit auf, sollen wir gemeinsam zum Einkaufen gehen oder soll doch einer beim Auto bleiben. Wir haben uns entschlossen gemeinsam zu gehen und so haben wir es dann auch immer gemacht. Jetzt noch voll tanken und ab geht es Richtung  Küste. Zuerst heißt es aufpassen „links fahren“  aber es stellt sich schon sehr bald heraus, es ist nicht so schwierig, auch die Schaltprobleme haben wir mittlerweile in den Griff bekommen.

Nach unserer ersten Nacht im Wohnmobil – wir haben übrigens sehr gut in unserem breiten Doppelbett geschlafen – starten wir los zum südlichsten Punkt Afrikas -  zum Cape Agulhas -  hier treffen sich der Atlantik- und der indische Ozean. Gleich in Nähe, am indischen Ozean –schlagen wir unser Nachtquartier auf, ein Traum. Mossel  Bay ist unsere nächste Station, nicht nur wegen dem Diaz Museum, wir schreiben Ansichtskarten und stecken diese, versehen mit einem Sonderstempel in den Post office Tree (Baumbriefkasten). In den Zweigen dieses Milkwoodbaumes deponierten früher die Seefahrer ihre Nachrichten.  Über den Robinsonpass erreichen wir die Straußenstadt Oudtshoorn. Heute selber kochen, wäre ein Fehler. Wir gehen aus und bestellen uns eine Straußenleber in Pfeffer Sauce (Piri Piri), dieses Gericht ist für uns unvergesslich – traumhaft.

Das nächste Ziel sind die Cango Höhlen – der Eingangsbereich wurde schon in Urzeiten von den Buschmännern als Behausung genutzt. Zu besichtigen sind Höhlen bis zu einer Größe von 107 m Länge und einer Höhe von 16 m die höchste Tropfsteinformation ist eine Höhe von 12,5 m.  Nach der einstündigen Höhlenbesichtigung haben wir die Weiterfahrt über den Swartbergpass gewagt.  Ein Umdrehen war nicht mehr möglich und es heißt „Augen zu und durch“ es folgen 2 Stunden angespannte Fahrt für 24 km, 1600 Höhenmeter, aber tolle Ausblicke,  möchten wir nicht mehr missen.  Unser nächstes Ziel ist Buffelsbay , bereits bei der Einfahrt zur Bucht eröffnet sich ein toller Blick auf den indischen Ozean – phantastische Fotomotive.

Heute Abend braten wir uns  Straußenfleischlaiberl  welche wir uns in einem Supermarkt gekauft haben, schmeckten vorzüglich. Auf dem Weg zum Tsitsikamma Nationalpark kommen wir an der 216 m hohen „Bloukrans River Bridge“ vorbei. Hier ist ein bekannter Treff zum Bungeejumping. Obwohl man ab 60 Jahren kostenlos springen kann, war das für Heinz kein Ansporn. Heute übernachten wir zum ersten Mal in einem National Park. Der Platz liegt wunderschön am indischen Ozean, mit Sonnenuntergang inklusive.

Nach unserem Frühstück mit Blick auf den Ozean freuen wir uns auf die Fahrt zum „Addo Elefantenpark“. Wir kommen zu Mittag an und unternehmen mit einem Guide in unserem Wohnmobil eine 2stündige Tour durch den Park. Wir treffen an den Wassertränken etliche Elefantenfamilien an und sie lassen sich von uns beim Baden und Spielen nicht stören, beeindruckend.  Im Laden vom Addo NP haben wir uns eine Marmelade gekauft „Honig-Tomaten mit Chili“ wenn wir gewusst hätten, dass die soooo gut schmeckt, hätten wir alle gekauft.

Die Fahrt führt uns weiter über die R72, wir genießen eine reizvolle Landschaft, Pässe, Flüsse, Angler welche frischen Fisch verkaufen. Bunte Xhosa Häuser säumen links und rechts die Straße,  wie bunte Farbflecken wirken sie in der hügeligen Landschaft. Frauen stehen am Straßenrand und verkaufen Früchte, gegrillten Mais, Korbwaren und noch vieles mehr. Die Kinder sind dabei und die kleinen sind auf dem Rücken gebunden.  Die Landschaft und die Menschen haben bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Fahrt über den Sanipass in das Königreich Lesotho hätte uns natürlich auch sehr gereizt ist aber mit dem Wohnmobil nicht zu machen – für die Gruppe kein Problem wird mit 4x4 Fahrzeugen organisiert. 

Afrika-Feeling erhalten wir im „Shakaland Zulu Village“ wir werden von Zulukriegern empfangen und bei einer Führung erhalten wir Einblick der Sitten und Gebräuche des Zulustammes. Jetzt wird es gefährlich „Krokodile“ baden im St. Lucia Lake ist nicht ratsam. Auf dem Weg zum Kruger NP durchqueren wir das „Königreich Swasiland“. Der Grenzübergang funktioniert problemlos, nach dem Ausfüllen von Autoregistrierungs- und Übertrittschein und Bezahlung der Maut von 50,-- Rand (ca. 5,-- €) können wir einreisen. Die Straße ist gut ausgebaut, aber die Armut der Menschen ist nicht zu übersehen. Die Menschen wirken trotz allem zufrieden, wir haben Süßigkeiten, Kapperl und T-Shirts ausgeteilt und auch wir sind zufrieden weitergefahren. Nichts ahnend fahren wir und plötzlich am Straßenrand stehen Giraffen und lassen sich beim Fressen kaum stören. Auch eine Löwenwarntafel am Straßenrand für Radfahrer und Fußgänger  hat uns sehr beeindruckt. Auch die Ausfahrt aus dem Swasiland geht ohne Probleme von statten und wir haben noch ca. 50 km zum Krugerpark und freuen uns auf das Camp im Park. Auf dem Weg dorthin konnten wir schon einige Tiere – Zebras, Büffel, Affen, Vögel usw. bestaunen. Aber es schwirrt noch was in unserem Kopf herum - werden wir die Big Five sehen?  Nach dem Frühstück fahren wir weiter zum nächsten Camp, obwohl wir auf der Hauptdurchzugsstraße fahren, können wir viel Tierarten sehen, sogar Elefanten welche auf der Straße stehen und die Weiterfahrt der Autos behindern. Da ist Vorsicht geboten, Motor laufen lassen  mit eingelegtem Rückwärtsgang abwarten um jederzeit flüchten zu können. Ja, die Big Five sind noch ausständig, wir buchen eine Nachtsafari für 17:00 Uhr. Die Afrikaner nehmen das  mit der Abfahrtszeit nicht so genau, um 17:00 Uhr war weder der Guide noch das Safarifahrzeug anwesend, schön langsam kamen dann alle angezockelt. Um 17:30 Uhr geht es dann los. Als erstes ein toller Blick – ein dösender Leopard auf dem Baum – gigantisch. Jetzt fehlt uns nur mehr ein Löwe.  Neu ist für uns auch eine Hyänenmutter mit ihren Jungen, Hypos, Büffel, Giraffen, Vögel und sogar ein Hase fehlt nicht auf unserer Pirschfahrt. Unsere Safari nähert sich schon langsam dem Ende zu, man glaubt es nicht – ein Aufschrei der Gruppe „Löwen „ und wirklich da liegen 4 Löwenweibchen beim Fressen. Das ist ganz schön aufregend, das Schmatzen, das Krachen beim Biss auf die  Knochen, das Grölen der Löwen. Es war eine tolle Safari. Schlafen gehen ist jetzt nicht angesagt, wir schauen uns noch vor dem Wohnmobil die Bilder an und trinken ein oder auch 2 Gläser Wein. Gleich neben unserem Camp liegt ein Fluss, zum Einschlafen hören wir noch das Gebrüll der Nilpferde. Mit Vogelgezwitscher werden wir zeitig in der Früh geweckt.  

Blyde River Canyon, die nächste Etappe ist landschaftlich geprägt, wir fahren zum „Blyde River Canyon“  Hier auf der Panoramastraße gibt es den tollsten Ausblick „God’s Windows“  sagt der Name schon (Gottes Fenster). Wir fahren die Wasserfälle an, wir spazieren über Pfade und kleinen Brücken zu der geologischen Erscheinung  „Potholes“ damals Millionen vor Jahren als der Fluss noch mehr Wasser und Geröll mitführte wurde das weichere Gestein dieser Strudelkessel  ausgehöhlt. Auch die Aussicht auf die „Three Rondavels“ verzaubert uns. Bei all diesen Aussichtspunkten gibt es Marktstände wo Frauen Andenken verkaufen, Ketten, aus Stein geschliffene Tiere und Figuren, Stoffe, Holzschüsseln und vieles mehr. Wir konnten der Versuchung nicht widerstehen und haben bei jedem Stand etwas gekauft. Zum Abschluss besuchen wir noch die Goldgräberstadt aus dem Jahre 1873 „Pilgrim’s Rest“.  Heute ist unser letzter Abend als Camper, wir sind glücklich, dass alles wunderbar geklappt hat, dass wir eine tolle Reise erleben durften und wir vollenden den Abend mit einem indischen Essen.  Zu guter Letzt sind auch die Preise interessant, wir zahlten für 2 Essen, 1 Flasche Wein, 2 Bier, 1 Likör  200,-- Rand (ca. 20,-- €).  So gingen wir zufrieden und satt schlafen.

Die ca. 350 km Fahrt nach Johannesburg zur Übergabe des Wohnmobiles ist leicht zu schaffen, die Übergabe erfolgte kurz und schmerzlos. Mit einem Taxi sind wir in unser Hotel gefahren. In Johannisburg haben wir die nähere Umgebung erkundet, wir waren beim Mandelas Platz, im Einkaufszentrum um nochmals nach Mitbringsel zu stöbern, haben mittags noch eine Kleinigkeit gegessen, war vorzüglich und dann Transfer zum Flughafen. Ah, noch etwas dürfen wir nicht vergessen „Achtung mit Übergepäck“ wir hatten 16 kg Übergepäck, soviel haben wir wirklich nicht eingekauft.  Wie viel  Gewicht wir in Wien hatten, keine Ahnung. Der Beamte schickt uns zu einem Schalter um die Gebühr für das Übergewicht zu bezahlen – Preis 500,-- €, da hört sich der Spaß auf.  Die Beamten sind nett und hilfsbereit und raten uns zum umpacken, und so hat es dann auch geklappt. Der Rückflug mit 10 Std. nach Amsterdam und 2 Std. nach Wien war ruhig, da es ein Nachtflug war sind wir auch einigermaßen ausgeschlafen und landen in Wien um 14:30 Uhr bei 18° somit wird uns der Übergang leicht gemacht.

 

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Christa & Heinz Astleithner   
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